Band 3 - Tränen des Adlers
Rezension des "Magazin für Amerikanistik" erschienen in Heft 02/2008 (auszugsweise)
 

Der dritte Band der eindrucksvollen Romantrilogie führt zurück ins Jahr 1851. ...

Peter Marsh hat wieder einen komplexen Roman mit geschickt konzipierter und aufgebauter Geschichte geschrieben. Ein Buch, das voller Sachkenntnis und großer Sympathie für die dargestellten Völker ist.

Der Leser gewinnt Einblick in das alltägliche Leben der Lakota, in ihre Sorgen und Freuden. Und er nimmt Anteil am eindringlich geschilderten Schicksal einzelner Personen, die Marsh mit kräftigen, farbigen Strichen skizziert und zum Leben erweckt.

Das Werk ist ebenso empfehlenswert wie die vorausgegangenen zwei Romane.

Dietmar Kuegler

 
 
Rezension des "Amerindian Research " erschienen in Heft 03/2008
 

Jetzt liegt bereits der dritte Band der ambitionierten, auf acht Bände ausgelegten Romanreihe über die Sioux vor. Der Autor Peter Marsh ist bestrebt, in seinem Roman möglichst dicht an der historischen Realität zu bleiben. Die Schwierigkeiten dieser Gratwanderung sind ihm durchaus bewusst. Und er versteht es, seine fiktive Geschichte mit erfundenen Personen so in das tatsächliche, historisch belegte Geschehen einzubinden und auch die damit verbundenen historischen Persönlichkeiten derart in seine Geschichte zu integrieren, dass man hier durchaus von einer realistischen Darstellung sprechen kann.
Die Handlung des Romans beginnt mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages in Fort Laramie (wobei der Vertrag von 1851 gemeint ist). Deutlich wird, wie unterschiedlich die Indianer auf die Verträge reagieren. Die Einen arrangieren sich mit einer neuen Lebensweise, andere ziehen sich zurück und wollen ihr bisheriges Leben auf keinen Fall aufgeben. Rasch kommt es zu den ersten Konfrontationen mit den Truppen der US-Armee. Dabei schreckt Marsh auch nicht davor zurück, grausame Einzelheiten der militärischen Aktionen aufzuzeigen. Jedoch ist es schwer, hier wieder die Grenze zwischen tatsächlichem Geschehen und Fiktion zu finden. Gegner dieser Darstellung können dem Autor ohne weiteres vorwerfen, hier mächtig zu übertreiben und ein Klischee zu bedienen. So weit möchte ich jedoch auf keinen Fall gehen, denn von Grausamkeiten der Art, wie sie Marsh hier beschreibt, hat man
auch in anderen Berichten schon gelesen – allerdings nie so konkret. Im Roman, verbunden mit konkreten, dem Leser bereits vertrauten Personen, wirken diese Beschreibungen natürlich viel direkter und machen betroffener als eine lapidare Anmerkung in einer Abhandlung.
Die Story selbst ist trotz mehrerer gleichzeitig ablaufender Handlungsstränge gut zu lesen und an vielen Einzelheiten merkt man, dass sich der Autor intensiv mit dem Thema befasst hat und weiß, wovon er schreibt. Aufgrund der bereits erwähnten grausamen Szenen ist das Buch nicht für Kinder geeignet. Aber einen Indianerroman dürfen ja durchaus auch Erwachsene lesen. Hier gibt es eine spannende Story und viel Allgemeinwissen dazu.

Dr. Mario Koch

 
 
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