Band 1 - Reise zu den Ahnen
Rezension des "Amerindian Research" erschienen in Heft 01/2006 (auszugsweise)


Endlich können sich die beiden Deutschen Felix und Catherine einen ausgiebigen Urlaub in den USA leisten. Die Reise führt sie in die Lower Brulé Reservation, wo sie mehrere Wochen verbringen.

Nach Überwindung des anfänglichen Misstrauens wird Felix, der seit der Kindheit ein Idianerbewunderer ist, zu einer Schwitzhüttenzeremonie eingeladen. Felix wird dabei ohnmächtig und findet sich zu seiner Verblüffung um 200 Jahre zurück und in die Gestalt eines jungen Lakota versetzt, der soeben seine ersten Visionen gesucht hat. Catherine, an die er sich dunkel erinnert, fehlt ihm, doch lebt er sich rasch in seine neue Familie ein und wird nun Spotted Rabbit genannt.

Wen die Geschichte dieser Seelenwanderung vielleicht abschreckt, dem sei gesagt, dass es nun im Stil eines Abenteuerromans weitergeht. Nach einem erfolgreichen Kampf, in dem zahlreiche feindliche Pawnee Getötet werden, unternehmen Rabbit/Felix und sein Lakota-Freund Badger eine abenteuerliche Reise durch den Westen, wobei sie mit zahlreichen Stämmen in Berührung kommen. Sie kämpfen für das Gute und befreien junge Frauen aus den Händen von Entführern und Vergewaltigern. Rabbit verliebt sich in ein junges Mädchen, dass ihn an Catherine erinnert. - Wird das gut gehen? ...

Der mitunter an Klischees orientierte Indianertraum findet ein vorläufiges Ende, als Felix aus der Ohnmacht erwacht. Seltsamerweise beherrscht er nun die Lakotasprache und hat auch einige alte Gegenstände aus der anderen Welt mitgebracht. Catherine wundert sich. War es doch kein Traum gewesen? Die Antwort muss man wohl in den Fortsetzungsteilen des Romans suchen.

Der Autor engagiert sich persönlich für die heutigen Lakota und stellt einen Teil des Verkaufserlöses des Buches der gemeinnützigen Lakota-Organisation "Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi Inc." zu Verf ügung. ...

 
 
Rezension des "Magazin für Amerikanistik" erschienen in Heft 03/2006 (auszugsweise)
 

... Soweit die Inhaltsbeschreibung des Verlages.
Indianerromane sind heutzutage selten geworden. Es scheint, als sei der Indianer zwar für politische Aktivisten und Esoteriker - aus unterschiedlichen Gründen - noch eine interessante Gestalt, aber als literarisches Thema ist die indianische Kultur und Geschichte nicht mehr so sehr gefragt. Das ist schade. Es muss ja nicht immer der "klassische" Plainskrieger sein. Das Leben auf Reservationen heute bietet auch eine Menge Stoff - wie etwa die grandiosen Kriminalstories von Tony Hillermann belegen.
Peter Marsh hat mit "Das Herz der Sioux" eine mysteriöse, phantasievolle Erzählung geschaffen, die Geschichte und Gegenwart, Realität und Traum, Spannendes und Nachdenkliches in überzeugender, kenntnisreicher Sprache verbindet.
Die Einnahmen des Autors aus diesem Buch fließen der Organisation "Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglip Inc." zu (To bring back Horse and the Child), einer gemeinnützigen Organisation in Pine Ridge, South Dakota, die gegen Alkoholmissbrauch, Drogen und Kriminalität arbeitet.

Dietmar Kuegler

 
 
Weitere interessante Rezensionen unter: - Amazon.de
  - Wormser Zeitung
 
 
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